Die Stadt Euskirchen optimiert die Verwaltung und den Erhalt der städtischen Infrastruktur. In den kommenden Wochen startet ein speziell ausgerüstetes Messfahrzeug mit der ersten Teil-Erfassung in den Ortsteilen Oberwichterich, Frauenberg, Elsig, Wißkirchen, Euenheim, Billig, Billiger Wald, Euskirchen-Heide, Stotzheim und Roitzheim. Ausgestattet mit modernster Kamera- und Lasersensorik erfasst das Fahrzeug die Verkehrsflächen und den Straßenraum digital. Ziel dieser sogenannten „Mobile Mapping“-Befahrung ist es, eine präzise und zukunftsfähige Datengrundlage für den Aufbau eines Pavement-Management-Systems (PMS) zu schaffen, das künftig die Stadtplanung und den Straßenunterhalt unterstützt. In den kommenden Jahren wird auf diese Weise schrittweise das gesamte Stadtgebiet erfasst; anschließend wird die Erfassung rollierend fortgesetzt, um dauerhaft eine aktuelle Datengrundlage zu sichern.

Digitale Erfassung für eine zielgerichtete Planung

Das Projekt verfolgt klare Ziele, um die städtische Infrastruktur effizienter zu verwalten. Die Technologie liefert hochpräzise und belastbare Geodaten des gesamten Straßennetzwerks. Daraus entstehen strukturierte Bestandsdaten, die alle relevanten Objekte im Straßenraum von der Straßenlaterne bis zum Verkehrsschild digital abbilden.

Auf Basis dieser Daten erfolgt im PMS eine qualitätsgesicherte Zustandsanalyse. Schäden an Fahrbahnen oder Gehwegen werden frühzeitig und objektiv erkannt. Die Auswertung mündet schließlich in priorisierten Handlungsempfehlungen. Dadurch kann die Verwaltung notwendige Sanierungsmaßnahmen exakt dort planen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Steuergelder werden so noch gezielter und wirtschaftlicher eingesetzt.

Höchster Standard beim Datenschutz

Die Stadtverwaltung betont, dass der Schutz der Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger zu jedem Zeitpunkt oberste Priorität hat. Die Datenerfassung erfolgt in strikter Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Das eingesetzte Verfahren entspricht dem aktuellsten Stand der Technik: Alle erfassten Personen und Fahrzeugkennzeichen werden durch automatisierte Unschärfefilter unkenntlich gemacht. Die Rohdaten dienen ausschließlich internen Planungszwecken und werden nicht veröffentlicht.

Nutzen für Bürger und Verwaltung

Durch den Einsatz dieser modernen Technologie profitiert die gesamte Bürgerschaft von langfristig sichereren und besser gepflegten Straßen. Für die Verwaltung bedeutet das digitale Abbild der Stadt im PMS eine enorme Arbeitserleichterung. Mitarbeiter können Straßenabschnitte direkt am Bildschirm prüfen. Das reduziert zeitaufwendige Vor-Ort-Termine, beschleunigt Verwaltungsprozesse und schont die Umwelt.

Start der ersten Befahrung

Die erste Teil-Erfassung umfasst rund 20% des gesamten Erfassungsgebiets und deckt die Ortslagen Oberwichterich, Frauenberg, Elsig, Wißkirchen, Euenheim, Billig, Billiger Wald, Euskirchen-Heide, Stotzheim und Roitzheim ab. Die Befahrung soll am Montag, den 27.07.2026, beginnen und ist witterungsabhängig auf rund drei Tage angelegt. Erfasst werden dabei ca. 60 Kilometer Strecke in etwa 620 Teilabschnitten.

Das gesamte Stadtgebiet Euskirchen wird in mehreren Abschnitten erfasst. Ziel ist es, in den kommenden Jahren einmal das komplette Straßennetz zu befahren und die Erfassung anschließend rollierend fortzusetzen, um dauerhaft eine aktuelle und kontinuierliche Datengrundlage zu sichern.

Der fließende Verkehr wird durch das Messfahrzeug nicht wesentlich beeinträchtigt. Die Stadtverwaltung bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die kurzzeitigen Fahrten im Stadtgebiet.